Vor einem halben Jahr entschied ich mich zu einer Biofeedback-Therapie, nachdem ich seit Jahren unter immer wieder kehrenden enormen n und in der Folge an Depressionen leide.

Seit ich vor einigen Jahren in die Stadt gezogen bin, fällt es mir unheimlich schwer, abzuschalten, loszulassen und mich zu entspannen. Im Laufe der Zeit hat das mein Körper dann komplett verlernt, bis ich schließlich sogar in Depressionen verfiel.

Ich hatte gehört, dass die Biofeedback-Therapie für psychosomatische Störungen Einiges bringen konnte.

In den Sitzungen arbeiteten wir vor allem an meiner Atmung. Ich sah zum ersten Mal anhand von Diagrammen, wie schnell und wie enorm sich eine entspanntere Atmung auf sämtliche gemessenen Körperfunktionen auswirkte. Ich hatte bis dahin schon von verschiedensten Entspannungsmethoden gehört, doch in welchem Ausmaß sie wirklich auch den Körper beeinflussen, habe ich nicht geahnt. Innerhalb von Minuten schaffte ich es, dass ich mich sichtlich entspannte, nur indem ich konzentriert und regelmäig atmete.

Ich tendierte auch öfters dazu, zu langsam zu atmen, da ich meinte, dadurch noch entspannter werden zu können – doch das wiederum mochte mein Körper nicht. Sich zu einer zu langsamen Atmung zu zwingen, bringt nur den gegenteiligen Effekt.

Somit lernte ich im Laufe der Therapie also auch, meinen richtigen Atemrhythmus zu finden, mit dem ich mich schnell und effektiv selbst beruhigen konnte.

Weiters hatte ich dann die Aufgabe, von der Brust- auf die Bauchatmung umzusteigen, was anhand der Diagramme sofort einen muskelentspannenden Effekt aufzeigte.

All diese Phänomene halfen dazu, dass ich mich nach jeder Sitzung um einiges erholter und entspannter fühlte, obwohl ich jeweils nur etwa 20 Minuten geübt hatte.

Am Ende der Therapie übte ich noch, auch bei Störeinflüssen von außen (laute Geräusche, angstmachende Geräusche etc.) gelassen zu bleiben und die regelmäßige Atmung beizubehalten.

Wichtig war auch die Aufklärung durch Mag. Redtenbacher, dass es sich bei Stressphänomenen nicht um wirklich bedrohliche Zustände handelte (wie ich das während meiner Panikattacken annahm), sondern dass sie in gewissem Maße natürlich seien, und dass man lernen könne, sie selbst mit Kraft der Gedanken und durch Konzentration zu lenken und abzubauen.

Mir wurde im Laufe der Sitzungen klar, dass ich aufhören musste, mich auf Medikamente zu verlassen (die ich bis dahin immer wieder gebraucht hatte, um Entspannung zu finden) und dass ich anfangen musste, mit meinem eigenen Körper zu arbeiten, der mir all das geben konnte, das mir bis dahin Pillen gegeben hatten. Mir wurde klar, dass es ganz einfach ist, den Körper zu trainieren und von ihm zu bekommen, was man braucht.

Nach 7 Sitzungen ist die Therapie für mich jetzt beendet.

Im Moment bin ich dazu imstande, Stress- und Anspannungszustände selbständig abzubauen, indem ich mir jeden Tag ein wenig Zeit für mich nehme, um Atemübungen durchzuführen – wobei ich mich dabei großteils auf das berufe, das ich in den Biofeedback-Sitzungen gelernt habe.

Umso mehr Training man hat, umso schneller tritt die Entspannung dann während der übung ein. Um Rückfälle zu vermeiden und um noch sicherer zu werden, ist es für mich deshalb wichtig, wirklich regelmäßig zu üben.

Ein Dankeschön für die gute Vermittlung und angenehme Atmosphäre in der Praxis!